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44. Hell und Dunkel
Hell und Dunkel bilden die Grundlage visueller Wahrnehmung und Gestaltung − Malewitschs schwarze und weiße Quadrate hoben sich damit von der profanen Alltagswelt ab. Die vielfältige Metaphorik und Funktionen des Helldunkels werden an prägnanten Beispielen von der Kunst der Frühen Neuzeit bis in die Gegenwart verfolgt. Kursleitung: Dr. Ulrich Pfarr Dienstags, 19.30 −21.00 Uhr 1 Veranstaltung 10,00 Euro, exkl. Arbeitsmaterial Kurstermine: 17.03.26 |
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45. Grau und Farbe
Seit Goethes Farbenlehre wissen wir, dass Farbe keine objektive Eigenschaft von Gegenständen ist, da ihre Wahrnehmung wechselnden Umweltbedingungen und subjektiven Faktoren unterliegt − Impressionismus und Expressionismus zogen daraus unterschiedliche Konsequenzen. Die von der Antike bis in die Gegenwart greifbaren Pendelbewegungen zwischen der Präferenz für Grau oder gedämpfte Farben einerseits und bunter Farbigkeit anderseits sowie daraus folgende Farbsysteme werden mit Bildbeispielen exemplarisch vorgestellt. Kursleitung: Dr. Ulrich Pfarr Dienstags, 19.30 −21.00 Uhr 1 Veranstaltung 10,00 Euro, exkl. Arbeitsmaterial Kurstermine: 09.06.26 |
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46. Vortrag Queere Kunst?
Geschlechtlichkeit in den Zeichnungen Martina Küglers. Geschlechtlichkeit mit all ihren Mehrdeutigkeiten für menschliche Beziehungen wird in der Kunst von jeher in vielen Varianten abgebildet. Die 2017 verstorbene Frankfurter Künstlerin Martina Kügler hat diesen Themenkreis in ihren Zeichnungen mit meisterlicher Virtuosität in einfachen Bleistiftstrichen bearbeitet. Männlichkeit und Weiblichkeit treffen dabei in teils drastischer Deutlichkeit aufeinander, vermischen sich aber auch zu gender-fluiden Wesen, mit rätselhafter Identität. Dabei eröffnet Kügler neue, ideologiefreie Perspektiven auf Geschlechtlichkeit, Erotik und Sexualität und spielt ironisch mit hergebrachten Konventionen der Kunstgeschichte. Teresa Jungwirth ist Soziologin, Journalistin und Kunsthistorikerin. In ihrer Arbeit zur Geschlechtlichkeit in den Zeichnungen Martina Küglers stellt sie die Arbeiten der Künstlerin in den zeitgeschichtlichen Zusammenhang der 1970er und 1980er Jahre. Sie zeigt anhand von Beispielen, wie sich Kügler ironisch mit Vorbildern der Kunstgeschichte auseinandersetzt und vertritt die These: Durch das Spiel mit Identitäten und Rollenbildern nahm Kügler bereits vor einem halben Jahrhundert zeichnerisch vorweg, was heute unteranderem unter dem Stichwort Genderstudies diskutiert wird. Kursleitung: Teresa Jungwirth Freitags, 18.00–20.00 Uhr 1 Veranstaltung 10,00 Euro, exkl. Arbeitsmaterial Kurstermine: 13.03.26 |
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49. Vortrag KI − Kunst
Durch das Auftauchen der KI auch in der Kunst, hat sich wieder eine rege Diskussion darüber entwickelt, was Kunst ausmacht, was Kunst ist. Können Bilder die durch eine KI entstehen Kunstwerke sein? Wir erinnern uns an die Zeit, als die Fotografie erfunden war und auch bald in der Kunst eine Rolle spielte. Kann eine Fotografie Kunst sein, oder darf nur ein von Hand gemaltes Bild Kunst sein? Damals wie heute ist die Diskussion darüber essenziell für das Kunstverständnis. Begegnen wir einer neuen Revolution? Der Vortrag basiert auf dem Buch KI-Kunst, Merzmensch, Verlag Klaus Wagenbach. Merzmensch (Vladimir Alexeev) ist Kulturwissenschaftler, Publizist und Künstler mit Schwerpunkt auf der Verbindung von Künstlicher Intelligenz und Kunst. Mit einem Hintergrund in Kulturwissenschaften und Kunstgeschichte betreibt er seit 2017 den Blog Merzazine, in dem er über Kunst und digitale Kultur schreibt. Sein Werk KI-Kunst (2023, erschienen in der zweiten Auflage 2024) in der Reihe Digitale Bildkulturen, untersucht die kreativen Möglichkeiten der Generativen KI und ihre Rolle in der zeitgenössischen Kunst. Inspiriert von der historischen Avantgarde und dem Dadaismus, arbeitet Merzmensch theoretisch und praktisch mit Generativer KI, um neuartige Formen und künstlerische Konzepte zu entwickeln, die Mensch und Maschine als kreative Partner zusammenbringen. Neben visueller Kunst umfasst sein Werk KI-generierte Musikprojekte wie Latent Voices, sowie Videoprojekte wie Hyakunin Isshu (Neu-Interpretation klassischer japanischer Poesie mit Hilfe von Generativen KI). Durch Workshops und Ausstellungen macht er die Interaktion zwischen Mensch und Maschine erlebbar und zugänglich. Als Essayist und Medienpersönlichkeit reflektiert er über die kulturelle Bedeutung der KI in der Kunst (in Der Zeit, EIKON, DOCMA, Harpers Magazine, Frankfurter Hefte), und teilt seine Erkenntnisse über die neue Kulturepoche, die durch diese Technologien geprägt wird. https://kunst.uni-koeln.de/monthly/ technobilder-und-ki-aufbruch-in-die-neue-kulturepoche/ Kursleitung: Vladimir Alexeev Samstags, 18.00 − 20.00 Uhr 1 Veranstaltung 10,00 Euro, exkl. Arbeitsmaterial Kurstermine: 21.02.26 |
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